Die
Grundlagen des Buddhismus.
Buddha war von Geburt der Sohn eines Fürsten des nepa-
lesischen Himalayas, verließ dann allerdings den Hof und
widmete sich den Religionen und Philosophien. Er sah
sich weder als Gott noch als Ueberbringer einer Lehre
eines Gottes und hätte wohl nie erwartet, nach seinem
Tode vergoldet und angebetet zu werden. Erst Buddhas
Nachfolger haben aus der ursprünglich philosophischen
Lehre, die keinen Gott kennt, eine Lehre religiöser As-
pekte gemacht. Ziel eines Buddhisten ist es, sich durch
ethisches Verhalten vom ewigen Kreislauf des Leidens zu
befreien und in den erleuchteten Zustand des Nirvana ein-
zutreten. Für Buddhisten, die von der Wiedergeburt aus-
gehen, ist dies auch die Befreiung von dieser. Im Buddhis-
mus erlangt man die Befreiung von Leid, Schmerz, Unvoll-
kommenheit, Unbeständigkeit und Nichttigkeit auf Grund
eigener Anstrengung, durch die Ueberwindung des Anhaf-
tens an seinem „Ich“. Wer sich um seine früheren oder
späteren Leben Gedanken macht, kann sich am folgen-
den Lehrsatz orientieren:
"Wenn du wissen willst, wer du warst,
dann schau
wer du bist. Wenn du wissen willst, wer du sein
wirst, dann schau, was du tust".
Der Buddhismus in Thailand.
Der Theravada- Buddhismus ist Thailands Staatsreligion
und der König sein Schirmherr. In fast jeder Gemeinde
steht ein Tempel sprich "Wat"
Steinerne Riesen, so
genannte "Yak" stehen am Eingang und sollen böse
Geister fernhalten (Bild unten). Im Inneren findet man unter Umständen verschiedenartige Statuen des Buddha

welche sitzen, liegen oder stehen. Es gibt sogar deren
sieben, für jeden Wochentag eine. Die Verstorbenen wer-
den z.T. noch öffentlich in einem großen Feuer verbrannt.
In größeren Ortschaften gibt es auch Krematorien
die
ganz hübsch anzusehen sind. |
Buddha wird als
Vorbild, aber auch als eine geistig wirk-
same Kraft aus dem Jenseits betrachtet. Doch nicht nur
er, sondern auch die Seelen von verstorbenen Geistlichen
und ein früherer König
werden im
Gebet angerufen. In Khorat wurde der Heiligen "Ya-Moo"
gar eine Kultstätte errichtet, wo Thais vor ihr auf die
Knie fallen 
Im Wohnraum fast jeder Familie befindet sich ein Altar
oder mindestens ein Gestell an der Wand, den so ge-
nannten Hing-Phra, auf welchem eine Buddhastatue und
oft auch Abbildungen von Heiligen stehen. Dazu kommen
Räucherstäbchen, ein Glas Wasser und eine Vase mit
frischen Blumen.
Vor Wohnhäusern in ländlichen Gegenden stehen kleine
bemalte Häuschen, so genannte Sanpraphum, in denen
der Hausgeist wohnt
Diese bestehen zumeist aus
Holz und Gips. Vor Hotels und Geschäftshäusern trifft man
auf meterhohe und pompöse Exemplare
sogar mit Be-
leuchtung. Der Standort wird von einem Geistlichen be-
stimmt und bevor man das Haus betritt, ist der Hausgeist
würdig zu begrüßen. Dieser erhält auch kleine Geschenke
in Form von Figürchen und regelmäßig Wasser und Blu-
men hingestellt.
|